Tropische Mücken im heimischen Garten

Invasive Arten bringen Krankheiten wie das Chikungunya-Fieber nach Europa

3/10/20262 min read

Der Klimawandel begünstigt die Ausbreitung tropischer Mückenarten in Europa – und damit auch von Krankheiten, die bislang vor allem aus wärmeren Regionen bekannt waren.

Dazu gehört das Chikungunya-Fieber, das plötzliches Fieber und starke Gliederschmerzen verursachen kann. Übertragen wird es unter anderem von der Asiatischen Tigermücke, die inzwischen auch in Deutschland heimisch ist.

Im vergangenen Jahr erreichten die Infektionen in Europa einen neuen Höhepunkt: Bis Mitte August registrierte das Europäische Zentrum für die Prävention und Kontrolle von Krankheiten (ECDC) bereits 27 Ausbrüche – so viele wie nie zuvor. Von Mücken übertragene Erkrankungen könnten damit künftig auch in Europa häufiger auftreten.

Auch beim West-Nil-Virus wurden hohe Fallzahlen registriert. Bis Mitte August 2025 verzeichnete die ECDC 335 lokale Übertragungen und 19 Todesfälle. Anders als Chikungunya kann das Virus auch von heimischen Mücken übertragen werden. Schutz vor Stichen gewinnt deshalb an Bedeutung.

Mücken abwehren, Stiche vermeiden

„Als erstes sind hier Repellentien zu nennen“, erklärt Prof. Jonas Schmidt-Chanasit vom Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin in Hamburg.

Besonders wirksam seien chemische Mittel mit dem Wirkstoff DEET, der auch von der Weltgesundheitsorganisation empfohlen wird. Es wirkt zum Beispiel im Präparat Anti Brumm Forte aus der Apotheke. Der Testsieger der Stiftung Warentest (Ausgabe 5/25) schützt nicht nur bis zu sechs Stunden zuverlässig gegen tropische und einheimische Mücken, sondern auch bis zu fünf Stunden gegen Zecken.

Brutplätze beseitigen

Ergänzend empfiehlt der Experte Moskitonetze, Fliegengitter sowie lange, helle und engmaschige Kleidung. Auch bestimmte Raumvernebler, Pflanzen oder Düfte können dazu beitragen, Mücken fernzuhalten.

Bei der Asiatischen Tigermücke kann zudem jeder helfen, ihre Vermehrung einzudämmen. Die Tiere nutzen bereits kleinste Wasseransammlungen zur Eiablage. Regentonnen sollten deshalb abgedeckt und Wasser in Blumentöpfen, Untersetzern oder Gießkannen regelmäßig entfernt werden. Auch Vogeltränken sollten häufig geleert, gereinigt und mit frischem Wasser befüllt werden.

Wer mögliche Brutstätten rund um Haus, Balkon und Garten konsequent beseitigt, reduziert die Zahl der Mücken und trägt dazu bei, ihre weitere Ausbreitung zu erschweren.

Weitere Informationen: antibrumm.de

Foto: djd-Hermes-ArzneimittelGetty-Images-nechaevkon

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