Kürbis – der bunte Alleskönner des Herbstes

Gesund, vielseitig und überraschend abwechslungsreich

3/11/20262 min read

Ob als Suppe, Ofengemüse oder herbstliche Dekoration: Kürbisse gehören zur goldenen Jahreszeit einfach dazu. Doch hinter der farbenfrohen Schale steckt weit mehr. Das vielseitige Gemüse überrascht mit Sortenvielfalt, wertvollen Inhaltsstoffen und einer erstaunlich langen Geschichte.

Wenn im Spätsommer und Herbst leuchtend orangefarbene Kürbisse die Marktstände erobern, beginnt ihre große Zeit. Botanisch betrachtet ist der Kürbis übrigens eine Beere – genauer gesagt eine Panzerbeere. Seine Heimat liegt ursprünglich in Mittel- und Südamerika. Dort wurden Kürbisse bereits vor mehreren Tausend Jahren kultiviert. Heute gibt es weltweit Hunderte Sorten in unterschiedlichsten Farben, Formen und Größen.

Hokkaido, Butternut & Co.

Zu den bekanntesten Speisekürbissen zählt der Hokkaido. Sein großer Vorteil: Die dünne Schale kann mitgegessen werden. Sein leicht nussiges Aroma passt zu Suppen, Currys und Ofengerichten. Der birnenförmige Butternut punktet mit cremigem, mild-süßlichem Fruchtfleisch und nur wenigen Kernen.

Auch Muskatkürbis und Spaghettikürbis sind beliebte Küchenklassiker. Bei Letzterem zerfällt das gegarte Fruchtfleisch in spaghettiähnliche Fasern.

Vorsicht ist dagegen bei Zierkürbissen geboten. Sie können den giftigen Bitterstoff Cucurbitacin enthalten und gehören nicht auf den Teller. Schmeckt ein Kürbis ungewöhnlich bitter, sollte er keinesfalls gegessen werden.

Gesund und vielseitig

Kürbis enthält viel Wasser und ist vergleichsweise kalorienarm. Gleichzeitig liefert er unter anderem Kalium sowie Carotinoide, aus denen der Körper Vitamin A bilden kann. Auch die Kerne sind wertvoll: Sie enthalten Eiweiß, ungesättigte Fettsäuren und Mineralstoffe. Kürbiskernöl wiederum verleiht Salaten, Suppen und anderen Speisen ein kräftig-nussiges Aroma.

In der Küche zeigt sich der Kürbis besonders wandlungsfähig. Er lässt sich kochen, braten, backen, grillen und pürieren. Neben Suppen und Eintöpfen entstehen daraus Aufläufe, Risotto, Chutneys, Kuchen oder sogar Brot.

Richtig lagern und lange genießen

Unbeschädigte, ausgereifte Winterkürbisse lassen sich an einem kühlen, trockenen und gut belüfteten Ort oft mehrere Monate lagern. Angeschnitten gehören sie dagegen in den Kühlschrank und sollten zeitnah verarbeitet werden. Kürbisfleisch lässt sich zudem gut einfrieren.

Und woran erkennt man einen reifen Kürbis? Ein verholzter, trockener Stiel und ein eher hohler Klang beim Klopfen sind bei vielen Sorten gute Hinweise. So lässt sich ein Stück Herbst oft weit über die eigentliche Erntezeit hinaus genießen. (mg)

Foto: AdobeStock_209541325

© 2026. Alle Rechte vorbehalten.

Goldener Steig 36
94116 Hutthurm
+49 8505 86960-0
info@gsund-aktiv-magazin.de